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Fürst Wolfgang : Historische Erzählung / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Verzaget nicht, mein gnädiger Herr! Bedenket wohl, von dieſer Stätte aus überſchauten Eure Vorfahren das Land, wie wir, und erwarben Alles, was wir ſehen, und noch Vieles, Vieles mehr. Was damals geſchah, das kann ja wieder ge⸗ ſchehen, um ſo eher, da Ihr ja nur nehmen würdet, was ſchon Euer iſt. Von hier aus ritten Eure Ahnen hinab zu ihrem Glücke, von hier aus werdet auch Ihr Euer Glück wieder er⸗ jagen.

Wolfgang ſchüttelte mit einem ſchmerzlichen Lächeln ſein

1.

ruhete Albrecht der Bär von ſeinen blutigen Schlachten gegen die trotzigen Wenden gegen den löwenherzigen Heinrich von Braunſchweig; hierher kamen die deutſchen Fürſten, um das Haupt meines tapferen Ahnherrn, des großen Otto, mit der deutſchen Kaiſerkrone zu ſchmücken, die er, neben dem Gött⸗ lichen das Irdiſche gering achtend, mit Standhaftigkeit aus⸗ ſchlug. Wahrlich, wahrlich, mit hohem Stolze können die Fürſten von Anhalt auf die Trümmer dieſer Burg ſchauen, deren Hallen nie von einer unedlen, ſchlechten That entweiht wurden.

Wolfgangs großes, blaues Auge leuchtete noch in höherem lanze, während ſeine Seele ſich in die Vergangenheit verſenkte, und jede Niedergeſchlagenheit ſchien plötzlich von ihm gewichen.