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fürſten geführt, deſſen trübe, ſorgenvolle Stirn bei ſeinem An⸗ blicke ſich aufheiterte.
„Gott zum Gruße und herzlich willkommen, Ew. Lieb⸗ den!“ rief er, indem er den Fürſten in ſeine Arme ſchloß. „Eure ſchlimmen Prophezeiungen ſind zwar zum Theil einge⸗ troffen und es ſtehen uns noch harte Kämpfe bevor; aber noch lebt der alte Gott, und mit ſeiner Hilfe, ſo hoff' ich, werden wir noch Alles zu einem guten Ende führen.“
„Wie auch der Würfel fallen möge, wir müſſen das Loos tragen, welches uns vom Himmel beſchieden iſt,“ erwiderte Fürſt Wolfgang. Was haben Ew. Liebden für Nachricht von des Kaiſers Heere?“
„Der Kaiſer ſteht noch bei Eger in Böhmen, und läßt es ſich wohl ſein,“ erwiderte der Churfürſt.„Mein ungetreuer Vetter Moritz und der Herzog Alba befinden ſich bei ihm, und gehen ihm mit gutem Rathe an die Hand. Wills Gott, ſoll aber aller gute Rath der Feinde an uns zu Schanden werden.“
„Wollt Ihr denn den Kaiſer hier in einem offenen Lager erwarten, Herr?“ fragte Wolfgang.„Ich würde kaum rathen, es zu einer Schlacht kommen zu laſſen; denn wenn auch unſer Volk kräftig und tapfer iſt, es wird doch kaum gegen des Kai⸗ ſers Uebermacht Stand halten können.“
„Ganz recht, werther Freund!“ erwiderte der Fürſt ſorg⸗ los.„Eine Feldſchlacht muß vermieden werden, und ich denke mich bald nach Wittenberg, meiner Hauptſtadt, zurückzuziehen. Dort können wir uns tapfer vertheidigen, und finden alle Mit⸗ tel zu einer langen und muthigen Gegenwehr. Aber noch hat die Sache keine Eile, und ich könnte wohl gar den Muth mei⸗ ner Leute ſchwächen, wenn ich mich ohne alle Veranlaſſung hin⸗ ter Wälle und Gräben zurückzöge.“
Fürſt Wolfgang ſchüttelte den Kopf. 3
„Warum nicht gleich thun, was ſpäterhin doch geſchehen


