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Fürst Wolfgang : Historische Erzählung / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Grenze des Landes. Hier umarmten ſich die Freunde zum letzten Male und ſchieden von einander mit den innigſten Wün⸗ ſchen für ihr gegenſeitiges Wohl. Fürſt Wolfgang ſah der hurtig davon ſprengenden Sachſenſchaar nach, ſo lange ſein Auge ſie zu erblicken vermochte. Die Federbüſche auf den Hel⸗ men flatterten und wogten luſtig im Morgenwinde, die Har⸗ niſche glänzten und ſchimmerten im Sonnenſtrahl, und die Erde ward erſchüttert von dem dröhnenden Hufſchlage der mu⸗ thigen Schlachtroſſe. Es war ein herrlicher und herzerhebender Anblick für einen tapferen Kriegsmann, die fröhliche Reiterſchaar zu ſehen; Fürſt Wolfgang aber, obgleich der ſtärkſten und mu⸗ thigſten Helden Einer, ſchaute ihr nach mit inniger Wehmuth, und eine geheime Stimme in ſeinem Innern flüſterte ihm nichts wie bange und trübe Ahnungen in ſeine große Seele.

Hilf, du heilige Dreifaltigkeit, zu einem guten Ende! ſprach er, die Hände, wie zum Gebet gefaltet, und die treuen Augen zum blauen Himmelsgewölbe emporgerichtet.

Dann warf er mit kräftiger Hand ſein ſchwarzes Roß her⸗ um, und ſprengte in raſchem Laufe zu ſeinem Schloſſe zurück.

Von außen ruhig, innen voll banger Sorgen, erwartete er den Ausgang des Kampfes, feſt entſchloſſen, im unglücklich⸗ ſten Falle Alles daran zu ſetzen und zu opfern, um das heilige Palladium ſeines Glaubens zu retten.