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Fürst Wolfgang : Historische Erzählung / von Franz Hoffmann
Entstehung
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gebliches Bemühen ſein würde, gegen des Kaiſers Majeſtät und Macht die Waffen zu ergreifen.

Aber die Waffen ſind ſchon ergriffen, erwiderte Johann eifrig.Sebaſtian Schärtlin von Burtenbach, ein ritterlicher, kühner, in allen Kriegsſachen erfahrener Mann, und Hans von Heydeck, des Herzogs Ernſt von Württemberg Feldoberſter, ſind ſchon gegen Kaiſer Carl ausgerückt und auf Regensburg losgegangen, wo die Majeſtät mit ihren zehntauſend Mann noch Hilfe aus Italien und den Niederlanden erwartete. Ge⸗ wiß ſind die beiden feindliche Heere jetzt ſchon an einander ge⸗ rathen, und es iſt nicht zu bezweifeln, daß der Kaiſer in die Flucht geſchlagen iſt. Wir dürfen nicht zögern, den Sieg zu verfolgen, und darum habe ich auch bereits meine Kriegsleute zuſammenberufen und meinen Vetter Moritz für die Zeit mei⸗ ner Abweſenheit zum Statthalter über meine Lande ernannt.

Das habt Ihr gethan, theurer Herr? Wirklich und wahrhaftig gethan? rief Wolfgang erſchrocken.Nun, ſo gebe der Himmel, daß es zu Eurem Heile gereichen möge!

Ei, warum dieſe unnütze Sorge, Freund? fragte lä⸗ chelnd Churfürſt Johann.Habt Ihr ſo wenig Vertrauen zu unſeren guten Sache, daß Ihr an ihren Untergang glauben könnt?

Nein, nein, Ew. Liebden! antwortete Wolfgang.Die Sache iſt wohl gut und wird feſt ſtehen, wenn auch die Hölle alle Teufel wieder ſie ausſendete. Aber ſie iſt mehr eine Sache des Friedens, als eine Urſache zum Kriege. Habt Ihr denn vergeſſen, gnädiger Herr, daß ſelbſt unſer kühner Luther jeder Zeit zum Frieden rieth und den reinen Glauben nicht durch das Schwert geſtützt haben wollte? Es iſt nicht gut, daß Ihr zu den Waffen gegriffen habt, ſo lange noch eine Hoffnung übrig war, durch Beharrlichkeit und Feſtigkeit, aber in Frieden, un⸗ ſeren Zweck zu erreichen. Und dann, nicht für ungut, Herr