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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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James lachte frech.Hältſt du mich für ſolchen Neuling in der Kunſt, daß du denkſt, ich wüßte für ſolche Kleinigkeit keinen Rath?« fragte er.Da ſieh' her, fügte er hinzu, und langte ein Bündel Dietriche, Schlüſſel und andere Werkzeuge aus ſeiner Taſche. 4 Dieſen Wünſchelruthen widerſteht kein Schloß und kein Riegel. Jetzt fackele aber nicht länger, Kamerad, ſondern ſchlag' ein! Willſt du mir bei dem Geſchäft⸗ chen Huͤlfe leiſten oder nicht?

Sagt mir erſt, wie der Mann heißt, auf den es gemünzt iſt,« erwiederte Davy.Ich möchte doch nicht gerne blindlings zu ſolchem Werke ſchreiten.

James bedachte ſich einen Augenblick, ehe er dieſe Frage beantwortete. Es ſchien, als ob er eine Ahnung habe, daß er verrathen werden könne. Nach kurzer Ueberlegung indeß beſchloß er, nicht länger hinter dem Berge zu halten, denn er hielt es für unmöͤglich, daß ein ſo armer Teufel, wie Davy, den er überdieß jeden Augenblick in das Schuldgefängniß werfen laſſen konnte, eine ſo günſtige Gelegenheit, ſeine Umſtände zu ver⸗ beſſern, von der Hand weiſen würde. Aber dennoch täuſchte ſich der Boͤſewicht. Davy wollte den Namen. nur wiſſen, um dem Manne, welcher mit der Berau⸗ bung bedroht ward, eine Warnung zukommen zu laſ⸗ ſen, mochte dann auch aus ihm werden, was da wolle.

Nun, Davy, ſagte Herr James endlich,ſo ſollt Ihr denn Alles wiſſen, damit Ihr ſeht, daß ich. Euch traue und es gut mit Euch meine. Der Mann heißt Cathmarſen!

Ehe Davy antworten konnte, erſchallte draußen auf der Hausflur ein leiſer Schrei, der den Böſewicht Ja⸗ mes vom Kopf bis zu den Zehen erzittern machte.