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zu Friſtung meines Lebens weiter nichts gethan, als die Geldbeutel der reichen Leute bald auf dieſe, bald auf jene Weiſe ein wenig leichter gemacht.«
Davy fuhr ein wenig zurück; doch faßte er ſich augenblicklich wieder, da er von Anfang an kaum etwas Beſſeres erwartet hatte.
„Alſo geraubt und geſtohlen habt Ihr, Herr Ja⸗ mes?“ ſagte er.
„Pfui!« erwiederte der Verſucher mit einem höh⸗ niſchen Lachen;„wer wird der Sache einen ſo häß⸗ lichen Namen geben? Ich habe nur genommen, was mir von Rechtswegen eigentlich zukam, denn ſieh', mein Junge, die Welt iſt nicht dazu geſchaffen, daß ſich einige Wenige mäſten und in Reichthum ſchwelgen ſol⸗ len, während die Mehrzahl der Menſchen hungert und in Armuth ſchmachtet. Ich habe blos wieder genom⸗ men, was die Reichen durch Liſten und Ränke ſich im Laufe der Zeit angemaßt haben. Siehſt du das nicht ein?“. 5
Davy antwortete nicht, ſondern wendete ſich ab, um den Abſcheu zu verbergen, welchen die frechen Worte des Boͤſewichts in ſeiner Seele erweckt hatten. James aber glaubte noch immer, daß der arme Mann mit Freuden in ſeine Vorſchläge eingehen werde, und fuhr fort:
„Heute Nacht könnten wir Beide, wenn du nur ein wenig Muth und Entſchloſſenheit hätteſt, einen Hauptſtreich ausführen. Dir wäre für alle Zeiten ge⸗ holfen, und ich ſelbſt hoffe bei der Geſchichte ſo viel 5 zu verdienen, daß ich den Reſt meiner Tage in Ruhe und Gemächlichkeit verleben kann. Sage, darf ich auf dich rechnen?«


