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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nunft an! Du kannſt immer noch thun, was du

wiillſt, kannſt meine Vorſchläge annehmen oder ableh⸗

nen nach Gefallen; ich aber gebe mich ganz und gar in deine Hand, und muß alſo eine Sicherheit haben, daß ich nicht verrathen werde. Siehſt du denn das nicht ein?« Davy ging unruhig im Zimmer auf und ab, ohne, wie es ſchien, zu einem Entſchluſſe kommen zu können. Doch entſchied er ſich zuletzt, den Schwur zu thun, da es ihm ja auf keine Weiſe Nachtheil bringen konnte.

James ſprach ihm den Eid vor, und Davy ſprach ihn

nach Wort für Wort. Beide waren ſo ſehr in dieſes Werk vertieft, daß

ſie nicht hörten, wie die Thür draußen aufging, und leiſe Schritte auf der Hausflur raſſelten. Jack aber, der in das Haus getreten war, vernahm die Stimmen der beiden Männer im Gemach, wagte es nicht, ihr Geſpräch zu unterbrechen, und kauerte ſich ſtill in einer Ecke der Hausflur nieder. Anfänglich horchte er nicht auf das Geſpräch der beiden Männer, obwohl er jedes Wort, was ſie ſprachen, verſtehen konnte. Bald aber vernahm er Einiges, was ſeine Aufmerkſamkeit im hoͤchſten Grade in Anſpruch nahm, näherte ſich endlich leiſe der Thür, und lauſchte athemlos und ohne Bewe⸗ gung, als ob er in eine Bildſäule verwandelt wäre. Nun, Davy, ſagte James,da Ihr den Eid geleiſtet habt und auf ewig ein verlorner Mann ſeid, wenn Ihr mich zu verrathen wagt, ſollt Ihr Alles wiſſen und auch erfahren, zu welchem Ende ich für

heute Nacht Euren Beiſtand begehre. Wenn Ihr ver⸗

nünftig ſeid, wird es Euer Schade nicht ſein. Siehſt du, alter Junge, ich habe, ſeit ich klug geworden bin,