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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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laß uns eilen. Wir ſind ſchon dicht bei meinem Hauſe,

und können drinnen beim warmen Kamine beſſer mit einander plaudern, als hier im Regen und Sturm. Komm, komm, lieber Knabe!«

Jack gehorchte, trocknete raſch ſeine Thränen ab, ergriff die Hand des kleinen Mädchens, und ſchritt neben dem Fremden hin, der raſch vorwärts eilte. Bald hatten ſie die Thür eines großen, prächtigen, palaſt⸗ ähnlichen Hauſes erreicht; der Fremde zog die Klingel und augenblicklich wurde von innen geöffnet. Diener mit Lichtern eilten herbei, begrüßten ihren Herrn ehrerbietig, blickten mit Verwunderung den kleinen Begleiter deſ⸗ ſelben an, und leuchteten ſodann eine breite, mit wei⸗ chen Teppichen belegte Treppe hinan. Jack zögerte vor dem Hinaufſteigen, indem er einen verlegenen Blick auf ſeine nackten und beſchmutzten Füße warf. Der fremde Herr lächelte darüber.

Nur immer vorwärts, mein Junge, ſagte er freundlich zu dem Knaben, deſſen Bedenklichkeiten er ſogleich errieth;furchte dich nicht vor dem Teppich, er wird dir nichts zu Leide thun.

Die Diener kicherten verſtohlen, und Jack, deſſen hurtigem Auge dieſer Umſtand nicht entging, wurde blutroth im Geſichte. Doch faßte er ſich ſchnell, nahm ſeine kleine Begleiterin auf den Arm, und ſprang raſch mit ihr die Stufen hinauf. Dem kleinen Mädchen ſchien das zu gefallen; es lachte fröhlich, hielt ſich mit ihren niedlichen Händen an Jack's langen blonden Locken feſt, und ſagte: 85

Nimm dich nur in Acht, daß du nicht fällſt! Ei, wie du ſpringen kannſt! Noch viel ſchneller, wie mein kleines Pferdchen, auf dem ich manchmal mit dem Vater