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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſpazieren reite! Aber halt rechts um! So, nun ſind wir im Zimmer, und du kannſt mich nun wieder auf die Erde ſtellen! Jack gehorchte. »èDa ſetze dich nieder auf den Lehnſtuhl, lieber Knabe, ſagte der fremde Herr.Unterhalte dich ein wenig mit meiner Tochter, und gedulde dich nur ein Paar Minuten; du ſollſt ſogleich etwas zu eſſen be⸗ kommen. Bei den letzten Worten entfernte ſich der Mann aus dem Zimmer, und ließ die beiden Kinder allein. Jack ſchaute mit weit offenen, verwunderungsvollen Augen im Gemache umher. Solche Pracht, ſolchen 2 Reichthum, wie hier, hatte er noch nimmer geſehen, hatte er niemals geahnt. Es kam ihm vor, als ſei er in ein Feenreich verſetzt, als ſei er in Träumen befan⸗ gen. Von den breiten, deckenhohen Spiegeln mit den prachtvollen goldenen Rahmen wendete er den Blick auf die glänzenden Möbel, auf die koſtbaren Vorhänge, auf die großen, wunderſchönen Oelgemälde, auf die tauſend zierlichen Kleinigkeiten von Gold, Silber uud Porzellan, womit die Wohnſtätten der Reichen und Mächtigen verziert ſind, und verglich in Gedanken mit all' dieſen Herrlichkeiten ſein ödes, ſchmuckloſes, heimathliches Zimmer, das freilich zu dieſer glänzenden 4 Pracht einen grellen und ſeltſamen Contraſt bildete. Der Athem blieb ihm faſt ſtehen vor lauter Verwun⸗ derung, und er vergaß über all' den verſchiedenen Ge⸗ genſtänden ein Paar Minuten lang ſelbſt Hunger und Kummer. Das kleine Mädchen ſchaute ihn indeß mit hellen glänzenden Augen an, und ihr lächelndes Ange⸗ ſicht bezeugte, daß ihr Jack' Erſtaunen nicht entging,