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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nach Ablauf derſelben war Jack eben ſo wenig mit irdiſchen Guͤtern beſchwert worden, als vor Beginn derſelben. Der Knabe wurde erſt ungeduldig, dann traurig und gab endlich alle Hoffnung auf, an dieſer Stelle eine mildherzige Seele zu finden. Schon woll⸗

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ten ſogar leiſe Zweifel an der Wahrhaftigkeit des gött⸗ lichen Wortes in ihm aufſteigen, aber ſie verſchwanden ſchnell, wie der Nebel vor der Sonne, da ihm plötz⸗ lich einfiel, daß alle die Arbarmungsloſen ja gar nicht V ächte und wahre Chriſten ſein könnten, da ſie ja nicht 1 die ächten chriſtlichen Tugenden in ihrem Herzen pfleg⸗ ten, die Gottes Sohn von ſeinen Anhängern verlangt. Spricht Chriſtus nicht: Seid barmherzig, wie euer Va⸗ ter im Himmel barmherzig iſt, denn daran will ich euch erkennen? Ermahnt er ſeine Bekenner nicht zur Mild⸗ thätigkeit? Sagt er nicht: Was ihr dem Geringſten thut um Meinetwillen, das habt ihr mir gethan? Wie konnten nun dieſe wahren Chriſten ſein, da es ihnen nicht einfiel, Chriſti Gebote zu befolgen? 1Ich will weiter gehen, und an einer andern Stelle ſuchen, dachte Jack.Auch will ich laut bitten und mit beweglichen Worten an die Herzen der Menſchen klopfen, da meine ſtumme Bitte, wie es ſcheint, von l Niemand verſtanden wird. 6 ¹ Und Jack ſchritt weiter, begab ſich in die volkreich⸗ ſten Straßen, und flehte alle Vorübergehenden mit be⸗ weglicher Stimme und rührenden Worten um eine geringe Gabe an. Aber Allen, denen er ſich näherte,

ſchien der arme Knabe ſehr ungelegen zu 1 denn

Etliche ſchauten ihn finſter an, Etliche n ihn, Etliche zuckten die Achſeln, als ob ſie beim en Wil⸗ 8 len nicht helfen könnten, und Alle hielten die Hände

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