ſchnell und unhörbar, wie ein Schatten, durch die Pforte des Häuschens. Der Segen des Vaters und ein ſtil⸗ les, aber inbrünſtiges Gebet geleitete ihn. Es war im Beginn des Herbſtes, und die Mit⸗ tagsſtunde hatte eben geſchlagen, als Jack auf die Straße trat, und mit ſchnellen Schritten zwiſchen den armſeligen Häuſern derſelben entlang ging. Bald hatte er das Ende der Gaſſe erreicht, und lief nun hurtig weiter, bis er einen der großen, mit Bäumen bepflanz⸗ ten Plätze erreichte, über welchen Tauſende von Men⸗ ſchen, ein nimmer verſiegender Strom, vom frühen Morgen an bis in die ſpäte Nacht hinüber wanderten. »Hier, wo es nicht an Menſchen mangelt, will ich verweilen, will meine Hände ausſtrecken und an die Herzen der Mildthätigen klopfen,“ dachte Jack, indem er ſich an der belebteſten und volkreichſten Stelle ein Plätzchen ausſuchte. Immer hielt er jetzt den Vor⸗ übergehenden ſeine offene Hand hin, und ſchaute ſie mit rührend bittendem Blicke an. Aber Niemand ach⸗ tete ſeiner. Die Meiſten gingen raſch vorüber, ohne nur einmal nach dem bettelnden Knaben hinüberzu⸗ ſchauen; Einige ſahen ihn kalt an, und dachten dabei vielleicht an tauſenderlei, nur nicht gerade an den bet⸗ telnden Knaben vor ihnen; Andere ſchüttelten auf Jacks ſtumme Bitte verneinend mit dem Kopfe; und noch Andere brummten wohl gar mit zorniger Geberde einige Worte in den Bart, die eben keine Schmeiche⸗ leien für den armen Jack enthalten mogten. Keinem Einzig les ein, in die Taſche zu greifen, und der leidenden Armuth eine geringe Spende zu verab⸗
reichen. Ueber eine Stunde ging auf dieſe Weiſe hin, und


