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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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ſeinem Vater hinüber, und berührte ſanft deſſen Arm.

Vater, ſagte er flüſternd,ich will hinausgehen auf die Straße, und gute Menſchen anflehen, uns Bei⸗ ſtand zu leiſten und aus der Bedrängniß zu erretten.

Alſo betteln willſt du, mein Kind? fragte der Vater ſchmerzlich.»O, bleibe hier, denn all' dein Mühen würde doch vergeblich ſein. Wohl gibt es gute Menſchen überall, aber wie willſt du ihre Spur er⸗ forſchen, und woran willſt du ſie erkennen? Tauſende werden dich ſchmähen und mit höhniſchen Worten krän⸗ ken, ehe nur Einer in die Taſche greift, um unſere Noth mit ein paar Schillingen geringer zu machen.

Aber Gott wird geben, daß ich den Einen finde, erwiederte der Knabe ſanft und mit wunderbar feſtem Vertrauen.»Und nicht nur Einen, o nein! Gott wird die Herzen der Menſchen rühren, denn ſte ſind in ſeiner Hand wie weiches, bildſames Wachs. Sieh' her, Vater, und ſchaue, was Chriſtus uns zuruft und was geſchrieben ſteht in ſeinen heiligen Worten: Bit⸗ tet, ſo wird Euch gegeben; ſuchet, ſo werdet Ihr fin⸗ den; klopfet an, ſo wird Euch aufgethan! Ich will hingehen, und ſuchen mit Ernſt; ich will bitten mit Demuth und Gläubigkeit, ich will anklopfen mit Ver⸗ trauen. Man wird meine Stimme hören, und Gott wird geben, daß ſie den glücklichen und reichen Men⸗ ſchen zum Herzen dringt!

Nun denn, mein guter Knabe, ſo gehe hin im

Frieden, antwortete der Vater gerührt. ſegne dich und laſſe deine Abſichten gelingend. Jack griff nach ſeinem fadenſcheinigen Nützchen,

drückte dem Vater zum Lebewohl die Hand, und huſchte