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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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auf ihre Taſchen, und ſuchten ſo ſchnell wie möglich von dem bettelnden Knaben loszukommen. Auf ſolche Weiſe verrann Stunde auf Stunde. Jack wurde immer trauriger und niedergeſchlagener, und faſt vermeinte er, daß ſein Vater doch nicht ſo ganz unrecht gehabt habe, als er ihm geſagt hatte, daß all' ſein Muͤhen und Suchen vergeblich ſein würde. Dazu nagte der Hunger immer heftiger in ſeinem Ein⸗ geweide, der Abend dunkelte herein, die Straßen wur⸗ den menſchenleerer, und Jack's Hoffnungen ſanken im⸗ mer tiefer. Bei der Dämmerung machte ſich auch ein ſcharfer Wind auf, und trieb Nebel und Wolken zu⸗ ſammen; es fing an zu regnen, und Jack wurde bis auf die Haut durchnäßt. Immer troſtloſer wandelte der arme Junge durch die Straßen, und wagte es kaum mehr, die Begegnenden, deren Zahl immer ſelte⸗ ner wurde, um ein Almoſen anzuflehen. Die Nacht ſank tiefer herein, und Jack hatte noch keinen Pfennig geſammelt.

Endlich brach all' ſein Muth. Er ſetzte ſich nieder auf einen Eckſtein, bedeckte ſein Geſicht mit den Hän⸗ den, und weinte und ſchluchzte bitterlich. Es war ihm ſo weh und elend zu Muthe, daß er in jedem Augen⸗ blicke zu ſterben vermeinte, und faſt wäre er ohnmäch⸗ tig auf das harte Steinpflaſter niedergeſunken. Das Herz brach ihm faſt, wenn er an ſeine kranke Mutter, an das Elend ſeines unglücklichen Vaters gedachte, dem er ſo zuverſichtlich Hoffnungen eingeflößt hatte, ohne ſie nu füllen zu können. er ſo ſich dem bitterſten Leiden hingab,

wurde 1 nufhe und der Schein heller Lichter fiel auf die

er wenige Schritte von ihm eine Hausthür