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Wohlthun trägt Zinsen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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zu, und ſtarrte durch die zerbrochenen Scheiben in die leere Luft hinaus. Keiner wagte zu ſprechen, Keiner vermogte ein Wort des Troſtes zu finden, das den Kummer, die Sorge, das Elend nur um ein Weniges beſchwichtigt hätte.

Davy fühlte ſich der Verzweiflung nahe und ſchau⸗ derte, wenn er an das ſchreckliche Morgen dachte. Wo ſollte er Geld hernehmen, ſeinen Gläubiger zu be⸗ friedigen? Wo ſollte er in der kurzen Friſt von vier⸗ undzwanzig Stunden eine Summe auftreiben, die für ſeine Verhältniſſe ungeheuer genannt werden mußte? Er hatte ja nicht einmal ein Stückchen Brod für ſeine kranke, hungernde Frau, ſeinen halb verſchmachteten Knaben. Gern hätte er gearbeitet, aber vergebens ſah er umher nach Arbeit! Früher hatte er ſich ehrlich und redlich genährt. Er war Aufſeher in einer großen Fabrik geweſen; aber der Krieg hatte Stockungen in die Geſchäfte gebracht, und eine Menge Fabriken muß⸗ ten ihre Arbeiten einſtellen. Dadurch ward Davy, und mit ihm noch viele Hunderte brodlos, und die lange Krankheit ſeiner Frau hatte ſchnell die geringen Er⸗ ſparniſſe aus früheren, beſſeren Zeiten aufgezehrt. Hab und Gut war verkauft, und jetzt befand ſich Davy auf dem Gipfel des Elends; ſein und ſeiner Familie Ver⸗ derben ſchien unvermeidlich. Um ſich ſelbſt klagte er nicht, aber das traurige Schickſal ſeines Weibes, ſei⸗ nes Kindes, das brach ihm das Herz und ſtürzte ihn hinab in den Abgrund der Verzweiflung.

Gott im Himmel, nimm mich hinweg aus dieſem irdiſchen Jammerthale!« ſtöhnte er endlich mit gepreß⸗ ter, kaum vernehmbarer Stimme und drückte heftig die geballte Hand gegen ſeine Stirn.Die Laſt, die du