Mit einem ſeltſamen Staunen blickte Herr James ſeinen Schuldner an. Der Mann, von dem er ge⸗ glaubt hatte, daß er vor ihm kriechen, winſeln und um Gnade und Erbarmen bitten werde, der ſtand aufrecht vor ihm, und hielt ihm mehr eine Strafrede, denn daß er ſeine Mildherzigkeit angerufen hätte. Die Mahnung an den Gott über den Sternen, obgleich er nur wenig an ihn dachte, pochte dennoch dumpf an ſein verhärte⸗ tes Gewiſſen. Wie ein Stich fuhr ihm der Gedanke durch's Herz, daß es doch wohl wirklich eine vergel⸗ tende Vorſehung geben möge, und er konnte nicht ſo⸗ gleich den Ton wiederfinden, in welchem er bisher zu dem armen Unglücklichen geſprochen hatte. Endlich ſtieß er ein hohles, gezwungenes Gelächter aus, trat in den Eingang des öden Gemaches, und wendete ſich hier noch einmal zu ſeinem Schuldner zurück.
„Dummer Schnack, das was Ihr da eben gefaſelt habt, Davy,“ ſagte er rauh und polternd;„doch ſollt Ihr Friſt haben bis morgen. Zahlt Ihr aber auch dann nicht, dann“— er hob drohend ſeinen Stock em⸗ por,—„dann, ſo wahr ich William James heiße!— werf' ich Euch in's Gefängniß und Euer Weib mit der jungen Brut auf die Straße. Vergeßt das nicht, Mann! ich laſſe nicht mehr mit mir ſpaßen und Poſſen treiben!“
Ohne weiteren Gruß ſtampfte nach dieſen Worten der herzloſe Menſch davon, und ließ Davy nebſt ſeiner unglücklichen Familie im troſtloſeſten Zuſtande zurück. Jack ſtand in ſeiner Ecke und weinte! die kranke Mut⸗ ter verbarg ſchluchzend ihr Angeſicht unter ihren Hän⸗ den, und Davy lehnte ſich ſchwerathmend gegen das kleine Fenſter. Er drehte ſeinen Theuren den Rücken
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