11
— mir auferllegſt, Allvater, iſt zu ſchwer, und ich erliege
*
unter ihrer Wucht!« 1
„Nein, Vater, nein!“ rief Jack, und ſtürzte wei⸗ nend an die Bruſt des Vaters, deſſen Hals er liebe⸗ voll mit ſeinen ſchwachen Armen umklammerte;„nein, wende dich an Chriſtus, unſern Heiland, der wird dir Alles tragen helfen. Siehe er ſpricht: Kommt her zu mir Alle, die ihr mühſelig und beladen ſeid, ich will euch erquicken und aufrichten. In ihm, mein Vater, iſt Troſt, iſt Ruhe, iſt Frieden, iſt himmliſche Selig⸗ keit. Er wird dich ſtützen, wenn du darniedergebeugt biſt, Er wird dich tröſten, wenn nirgends mehr ein Hoffnungsſtern leuchtet! Bete zu ihm, und er wird dich erquicken!“
Mit einem Blicke voll ſtrahlender Liebe ſah Davy auf ſeinen Sohn nieder, der ſein Haupt innig an die breite Bruſt des Vaters ſchmiegte. Er richtete ſich höher auf, und die düſteren Wolken, welche die Freu⸗ digkeit ſeiner Seele umflorten, ſchienen zu ſchwinden vor dem ſiegenden Bewußtſein, daß ein Höherer die Schickſale aller Menſchenkinder lenkt und leitet mit ſtarker Hand und mit großer Weisheit. Aber ein Blick auf die kranke Frau auf ihrem erbärmlichen Lager zer⸗ ſchmetterte wieder alle Hoffnung, und eine ſchwere, ſtille Thräne träufelte aus ſeinen Augen nieder auf das Haupt des Knaben.
„Ach, mein Sohn,“ erwiederte er trübe,„nur ein Wunder könnte uns aus der Betrübniß errett
—„und Wunder geſchehen nicht mehr.“ 9ꝗ
„Theurer, geliebter Mann,“ ſagte da mit ſchwacher Stimme die kranke Frau,„ſoll ich denn zu dir reden, wie Chriſtus redete zu den Kleingläubigen? Immer


