Druckschrift 
Willy : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

104

Gut, ſo ſollen ſich dreihundert Soldaten zum Auf⸗ bruch bereit halten. Jetzt iſt es vier Uhr um fünf Uhr werden ſie aufbrechen und können bis acht Uhr bequem die Pflanzung Mr. Harpers erreichen. Gott befohlen, meine Herren! Um fünf Uhr erwarte ich Sie wieder, wenn Sie es nicht vorziehen, den Solda⸗ ten vorauszueilen.

Nein, ich werde warten, ſagte Willy nach einem kurzen peinlichen Kampfe mit ſeinen Empfindungen, die ihn drängten, in die Arme ſeines Vaters zu flie⸗ gen und ihn von der nahenden Gefahr zu benachrich⸗ tigen. Aber wenn er ging, ſo konnte ſich der Kom⸗ mandant am Ende noch anders beſinnen und ſchickte die Truppen gar nicht. Beſſer alſo, er blieb, und ſuchte den Abmarſch der Soldaten ſo viel wie möglich zu be⸗ ſchleunigen.

Aber warum ſo lange zögern?« ſagte er.Je früher wir dort ſind, deſto ſicherer können wir auf Er⸗ folg hoffen!

»Wo denken Sie hin, entgegnete der Kommandant. Ich werde meine Leute nicht jetzt in der argen Mit⸗ tagshitze marſchiren laſſen, da ſie auch ſpäter immer noch früh genug ankommen. Um fünf Uhr und damit genug.«

Der Kommandant, das ſah man wohl, war uner⸗ ſchütterlich. Man mußte ſich verabſchieden, und Willy konnte noch froh ſein, daß er wenigſtens ein Verſpre⸗ chen erreicht hatte, das ihm, wie er wohl einſah, ohne die dringende Empfehlung des Pflanzers ſchwerlich zu Theil geworden wäre.

Es iſt doch gut, daß uns der Sturm überraſchte!« ſagte er, als er mit Tom vom Fort in die Stadt

28