105 zuruͤckkehrte.„Wahrlich, man ſollte nicht uͤber die Vor⸗
ſehung murren, wenn ſie Einem ſcheinbare Hinderniſſe
in den Weg wirft. Ohne die Hülfe, für die ich unſe⸗ rem neuen Freunde von ganzem Herzen dankbar ſein muß, würde ich jetzt in einer ſehr traurigen und rath⸗ loſen, ja verzweifelten Lage ſein. Aber was nun be⸗ ginnen, Tom? Meinſt du nicht, daß wir meinen Va⸗ ter wenigſtens benachrichtigen ſollten, damit er ſchlimm⸗ ſten Falls auf der Hut ſein kann.“
„Gewiß,“ ſagte Tom raſch.„Ich will voraus eilen. Wir gewinnen dadurch wenigſtens eine Stunde Zeit.«
„»Aber du kennſt den Weg nicht— wir müſſen für einen Führer ſorgen,“ entgegnete Willy.„Geſchwind zum Hafen hinunter, dort finden wir ihn wohl am ſchnellſten.«
Sie eilten raſch weiter, hatten aber kaum den Ha⸗ fen erreicht, als Willy und Tom zugleich einen Ausruf der Ueberraſchung ausſtießen..
„Die Schwalbe!« rief Tom.
»Die Möve!“ jubelte Willy!„Jetzt ſind wir ge⸗ borgen und brauchen die Soldaten gar nicht. Hurtig an Bord.«
In der That, die beiden Briggs, welche Obadiah ſchon ſo lange vergebens aufgeſucht hatten, lagen ganz ruhig im Hafen vor Anker, und wahrſcheinlich ahnten weder Kapitän Bridewell noch Kapitän Robin, wie nahe ihnen der ſchon ſo oft verfolgte Feind war. Aber ſie wurden benachrichtigt. Willy und Tom ſprangen raſch in ein Boot, und ſtanden wenige Minuten ſpaͤter an Bord der Schwalbe dem Kapitän Robin gegenüber, welcher mit froher Ueberraſchung ſeinen jungen Freund


