Druckschrift 
Willy : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10²

Beſttzer der Pflanzung freundlich willkommen geheißen, und eingeladen, bis zum Aufhören des Unwetters unter ſeinem Dache zu verweilen.

»Nein, nein, ich danke Ihnen, entgegnete Willy. Die Zeit drängt, wir müſſen fort.

Aber weshalb?«

Willy deutete mit kurzen Worten an, was ihn zur Eile antrieb, und wollte ſich durchaus nicht länger auf⸗ halten laſſen.

Wohlan denn, ſagte der Pflanzer,warten Sie wenigſtens noch eine halbe Stunde, bis das ärgſte To⸗ ben vorüber iſt und dann werde ich Ihnen Pferde und einen Begleiter mitgeben, der den nächſten Weg nach Matanzas kennt. Meine Pferde werden Sie jedenfalls ſchneller an Ort und Stelle bringen, als Ihre Füße Sie hintragen. Zudem kenne ich den Kommandanten des Forts, und ein paar Zeilen an ihn dürften Ihnen von Nutzen ſein. Warten Sie alſo noch ein wenig; die verlorene Zeit holen Sie bald wieder ein.

Ein Anerbieten dieſer Art konnte natürlich nicht ausgeſchlagen werden. Willy ſuchte ſich in Geduld zu faſſen, obgleich er es nicht unterlaſſen konnte, ſich von Neuem über dieſen abſcheulichen Sturm zu beklagen, der ſeiner Eile ſo unwillkommene Feſſeln anlegte.

Aber warum hadern Sie mit dem bischen Unwet⸗ ter, das bald vorüber ſein wird, ſagte der Pflanzer beſchwichtigend.Ohne den Sturm würden Sie nicht hieher gekommen ſein, und ich zweifle ſehr, ob der Kommandant des Forts auf Ihre einfache Ausſage hin die Beſatzung aus ihrer Ruhe geſtört hätte. Sie ſind fremd, Niemand kennt Sie, man würde Sie vielleicht nicht einmal angehört und am wenigſten Ihre Wünſche

&