kaum die Augen auf, um von Zeit zu Zeit ſeinen Blick 3 über die weite, glänzende Waſſerfläche hingleiten zu laſſen. Die Matroſen befanden ſich müßig auf ihren Poſten, die Offiziere ſchlenderten plaudernd auf dem Hinterdeck auf und ab, und Keinem von Allen fiel es ein, in der Erwartung über Bord zu ſehen, auf dem Meere irgend etwas Beſonderes zu entdecken. Und doch ſchwamm, kaum eine Viertelſtunde von der Brigg entfernt, ein leichter Nachen auf dem Waſſer, und ſchau⸗ kelte, ein Spiel des Windes und der Wellen, ohne Maſt und Steuer ſchwankend in der Oede umher. Es war kaum eine Hoffnung vorhanden, daß der Nachen
3 voon der Brigg aus bemerkt wurde, denn ſchon ließ
dieſelbe ihn hinter ſich zurück, und bei der friſch wehen⸗ den Briſe war es leicht zu berechnen, daß wenige kurze Minuten ſpäter der Nachen ganz und gar aus dem Ge⸗ ſichte ſchwinden werde.
Da konnte man es denn ein großes Glück oder noch beſſer eine beſondere Fügung Gottes nennen, daß eben jetzt Kapitän Bridewell, der Befehlshaber der Brigg, welcher Depeſchen der engliſchen Regierung nach Oſt⸗ indien zu überbringen befehligt war, auf dem Verdecke erſchien. Sein erſter Blick galt der Richtung des Win⸗ des und dem Stande des Wetters— ſein zweiter flog 4 ſcharf rings am Horizonte entlang. Plötzlich ſtutzte er und trat einen Schritt näher an die Brüſtung des Back⸗ bord. 1
„Mr. Black,“ wendete er ſich an ſeinen erſten
Lieutenant—„was haben wir dort drüben? E kann unmöglich ein Fiſch ſein! Mein Fernrohr! G. ſchwind!“— 4
8 Dienſtfertig eilte einer von den Midſhipmen in die


