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fernungen berechnen zu können, und überdies, als er am zweiten Morgen ſeiner Irrfahrt aus dem Schlum⸗ mer aufſchreckte, war es nun auch mit allem Nachden⸗ ken, Ueberlegen und Berechnen ſchon ſo ziemlich vorbei. Der arme Knabe fing an, den Entbehrungen zu erlie⸗ gen, welchen ſein zarter Körper nur geringen Wider⸗ ſtand entgegen ſetzen konnte. Hunger und Durſt ver⸗ wirrten ſeine Sinne; er fieberte, und bald lag er wei⸗ nend und ſchluchzend, bald wieder in ohnmächtiger Be⸗ täubung regungslos auf dem Boden des Nachens. Seine Kräfte waren erſchöpft und er näherte ſich mit raſchen Schritten einem traurigen Ende.
Ein kläglicher Anblick war es, das arme ſchwache Kind zu ſehen! Seine Augen waren erloſchen; die friſche Röthe ſeiner Wangen hatte ſich in ein fahles Gelb verwandelt; der bleiche Mund, der jetzt nicht mehr einer aufbrechenden Roſenknoſpe glich, ſtand halb offen und ließ die bleifarbene Zunge ſehen, die riſſig und trocken am Gaumen klebte; und nicht einmal Thrä⸗ nen hatte der arme Schelm mehr, um ſein Unglück be⸗ weinen zu können. Nur ein leiſes, wimmerndes Stöh⸗ nen glitt noch manchmal über ſeine trockenen Lippen; — im Uebrigen glich er ſchon mehr einem Sterbenden, als dem reizenden, friſchen, geſunden und munteren Knaben, welchen wir zuerſt, umgeben von allen Seg⸗ nungen des reinſten Glückes, in dem Hauſe ſeiner El⸗ tern kennen gelernt haben.———
Um dieſe Zeit war es, daß eine leichte, ſchnellſe⸗ ggelnde Kriegsbrigg, von oben bis unten mit Segeln bedeckt, wie ein Schwan mit ſchwellenden Flügeln über
das Waſſer hinrauſchte. Der Mann im Mars, welcher den Ausguck hatte, lehnte nachläſſig am Maſte und hob
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