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ters Thränen träufelten heiß auf die traurigen Ueber⸗ bleibſel herab. 4
Nun errieth er ſo ziemlich Alles, was geſchehen und wie es geſchehen war. Nach einem heftigen Aus⸗ bruche des Schmerzes raffte er die verſtümmelten Ueber⸗ reſte der armen Jun in Boden auf und trug ſie in ſein Stübchen. Dann lief er, ſo ſchnell er konnte, den 24 Strom aufwärts und ſchlug Lärm in den benachbarten Pflanzungen, deren Beſitzer zum Theil mit Kähnen verſehen waren. Eilig wurden ſie losgebunden und flogen, von kräftig geführten Ruderern getrieben, den* Strom hinab in das offene Meer hinaus, um nach dem verlorenen Knaben zu ſpähen und ihn, wo mög lich, in der weiten Waſſerwüſte wieder aufzufindene 4 Peter ſelbſt beſtieg endlich ein Pferd und jagte nach dem nächſten Hafen, um auch von hier aus Schiffe und Boote abzuſenden, und dann erſt, als Alles ge⸗ ſchehen war, was zur Rettung des kleinen Willy bei⸗ kragem konnte, machte er ſich auf, um den unglücklichen
geliebten hesden Kindes mitzutheile
Vergeblich würde der Verſuch die Angſt, den Jammer und die armen Eltern ſchildern zu wollen. 3 8 ſich indeß ſo gut er konnte zu faſſen, uͤbergab ſeine Gemahlin der Obhut ihrer Dienerſchaft und machte ſich mit Peter auf, um beklommenen Herzens ſeine Nach⸗ forſchungen mit denen ſeiner guten Nachbarn und Freunde zu vereinigen. Mit banger verzweifelnder Haſt trieb er das Boot über die eereswellen hin, und ſpähte mit thränenvollen Augen nach ſeinem Kinde. Aber es war Nacht, nur die Sterne funkelten am


