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ſoll mir indeß ſchöne Blumen ſuchen und Kränze machen, aber reiten iſt doch noch ſchöner, Peter!“
„Ja, ja, Maſſa Willy! Ich bald zurück, und dann reiten Trapp und Galopp!“
Peter ging und Willy drang nun in Juno, ſie ſolle ihm Blumen pflücken helfen. Juno war gern bereit und kroch durch die Gebüſche, um die ſchoͤnſten und prächtigſten Blüthen für ihren kleinen Liebling auszu⸗ ſuchen. Willy lief auch in den Büſchen umher, und näherte ſich ſo zufällig dem Gitter, welches den Garten nach der Flußſeite hin umſchloß. Juno achtete nicht auf ihn, da ſie ihn ganz ſicher und geborgen glaubte und fortwährend eifrig mit Blumenpflücken beſchäftigt war. Unglücklicher Weiſe ſtand aber heute grade aus
irgend einer Nachläſſigkeit die Gitterthür offen, und neugierig näherte ſich Willy, durch dieſelbe hindurch ſchreitend, der Ufertreppe, welche zu dem Waſſer hinun⸗ ter führte. Unten an der Treppe, nur loſe befeſtigt, ſchaukelte ein leichter Nachen auf den Wellen, den Mr. Harper beim Fiſchfange, ein Vergnügen, das er ſehr liebte, zu benutzen pflegte, und dem kleinen Willy kam die Luſt an, in den Kahn hinabzuſteigen und ſich ein wenig zu ſchaukeln. Vorſichtig ſtieg er die Treppe hinunter, kam glücklich in den Nachen hinein, und ſtreifte gedankenlos die Kette ab, welche ihn an dem Ufer feſthielt. Der Kahn, von der Feſſel befreit, trieb augenblicklich auf den Wellen dahin und wurde von ihnen dem offenen Meere zugeführt. Die ſanfte, glei⸗ tende Bewegung machte dem kleinen Willy Vergnügen, und fröhlich lachte er, als der Kahn ſchneller und im⸗
mer ſchneller von der Strömung des Fluſſes fortgetrie⸗ 4 ben wuͤrde. In ſeiner kindlichen Sorgloſigkeit ahnte er
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