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Willy : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Langeweile empfunden hätte. Willy war das artigſte Kind von der Welt, und ſo vergnügt, daß ſein Lachen und Jubeln hell und laut durch den ganzen Garten ſchallte. Freilich war das kein Wunder, da Juno und Peter ihm Alles zu Gefallen thaten, was er irgend begehrte und was ſie ihm an den Augen abſehen konn⸗ ten; aber auf der anderen Seite zeigte ſich Willy auch

ſo verſtändig, daß man die meiſten ſeiner Wünſche be⸗

friedigen konnte, indem er ſelten etwas Unpaſſendes und Unvernünftiges verlangte.

So neigte ſich der Tag zu Ende und die Sonne ſenkte ſich dem Untergange entgegen, als Peter den kleinen Willy, der grade Pferd und Reiter mit ihm ſpielte, von ſeiner breiten Schulter nahm, ihn ſanft auf den Boden ſetzte und ſagte:Ich nun fort müſſen, Juno, den Befehl von Maſſa ausrichten.«

Wohin du denn gehen, Peter? fragte Willy.

Den Fluß hinauf, Maſſa Willy, zu Netze ſtellen für fangen Fiſche, erwiederte Peter.Maſſa mir be⸗ fehlen das vor Wegfahren, weil morgen früh wollen zum Fiſchfang gehen.

Ach, bleibe noch hier, Peter, lieber Peter, ſchmei⸗ chelte Willy.Wir wollen noch ein wenig reiten, das iſt ſo ſchön.. 6

Peter nicht dürfen bleiben, aber bald wiederkom⸗ men,« antwortete der Neger tröſtend.Juno ſpielen indeß mit Maſſa Willy wunderſchön! Peter fort müſ⸗ ſen, weil Maſſa befohlen, und gute Diener müſſen ge⸗ horchen. 1

Nun, dann laufe, Peter, Aber, höͤrſt du, bleibe nicht zu

entgegnete Willy. e aus! Juno