am wenigſten vermutheten. Alles ſtand wohl und keine Wolke beſchattete den reinen, ungetrübten Himmel ihres Glückes; nicht die entfernteſte Ahnung von einem nahen⸗ den Unglück bedrängte ihre Herzen, und ſorglos lächel⸗ ten ſie dem ſchönen Morgen eines Tages entgegen, deſſen Abend voll Trauer und bitterſten Herzeleides ſein ſollte.
Das Wohnhaus Mr. Harpers lag auf einem Hü⸗ gel, und war von einem herrlichen Garten mit ſchat⸗ tenreichen Gebüſchen und Gängen umgeben, welcher ſich bis dicht an das Ufer des ſchwarzen Fluſſes hinab erſtreckte. Hier im Garten pflegte der kleine Willy zu ſpielen, natürlich immer unter Aufſicht entweder ſeiner Eltern oder des treuen Negerpaares, welches den Kna⸗ ben nicht aus den Augen ließ. Auch ſchien ihm da nicht die mindeſte Gefahr zu drohen, denn nach der Flußſeite hin, der einzigen, die gefährlich hätte werden können, war der Garten mit einem feſten und dichten Geländer verſehen, welches immer verſchloſſen gehalten wurde, ſo daß Willy dem Waſſer nicht zu nahe kom⸗ men konnte. Dieſe Vorſicht war auch keineswegs über⸗ flüſſig, denn der Strom, an ſich ſchon tief und reißend, barg auf ſeinem Grunde außerdem noch zahlreiche Kai⸗ mans, gefährliche Ungeheuer, gegen deren Raubgier und Blutdurſt man immer auf ſeiner Hut ſein mußte. Bei dem Gitter, welches hier den Garten einſchloß,
war indeß für den kleinen Willy nichts zu befürchten.
Er durfte ungehindert in den Schattengängen des Parkes umherlaufen und ſich der glänzenden Vögel und zahlreichen bunten Schmetterlinge freuen, welche aauf leichten Flügeln von Baum zu Baum, oder von
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