faſt eben ſo ſehr liebte, als Vater und Mutter, und deren Treue und Anhänglichkeit dieſen ſehr wohl be⸗ kannt war. Sie wußten, daß ſie ſich auf Juno ver⸗ laſſen konnten, wie auf ſich ſelbſt, und überdies war auch noch Peter Mango, ihr Mann da, der nur in den äußerſten Fällen dem kleinen Willy von der Seite wich, wenn derſelbe in die Obhut Juno's, ſeiner Frau, gegeben wurde. Sie waren freilich nur Sklaven, aber das hinderte nicht, daß ſie ihrer Herrſchaft mit großer Treue und Liebe anhingen. Sie wohnten mit im Hauſe des reichen Pflanzers, der ſie mit immer gleicher Güte behandelte, und da der kleine Willy ihnen eine beſon⸗ dere Anhänglichkeit bezeigte, ſo wurden ſie faſt mit zur Familie gerechnet und hatten mancherlei Vorrechte vor den zahlreichen übrigen Sklaven, welche die ausgedehn⸗ ten Kaffee⸗ und Zuckerplantagen Mr. Harpers bearbei⸗ teten. Sie wußten wohl, daß ſie dieſe Vorrechte haupt⸗ ſächlich dem kleinen Willy verdankten, und ſo war es nicht zu verwundern, daß ſie dem lieblichen Knaben die größeſte Sorgfalt widmeten und ihn hüteten, wie einen koſtbaren und ſeltenen Schatz. Liebe und Treue waren alſo das Band, welches Herrn und Sklaven auf's feſteſte mit einander verknüpfte, und dieſes Band ſchien eine nur mit dem Tode endende Dauer zu ver⸗ ſprechen. Aber ach, wie oft, wenn wir mitten im Glück und Freude leben, nahet uns ſchwachen 8 kenſchen ein ſchweres Verhängniß, d Schlage alle Glückſeligkeit in tiefe Tra Betrüͤbniß verwandelt. Ein ſolches Ve aͤuch die Eltern des kleinen Willy un Neger treffen, und zwar zu eine
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