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Willy : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nach England zurückzukehren wünſchte. Die Pflanzung war nicht bedeutend, aber ſie hatte eine äußerſt günſtige und geſunde Lage am Ausfluſſe des ſchwarzen Fluſſes in das Meer, und die dazu gehörigen ausgedehnten Ländereien warteten nur einer fleißigen und geſchickten Hand, um nach wenigen Jahren ſchon in den blühend⸗ ſten Zuſtand verſetzt zu werden. MNr. Harper nun war grade der Mann dazu, eine vernachläſſigte und herabgekommene Pflanzung wieder in guten Stand zu bringen. Er arbeitete und mühte ſich ab, mit raſtloſer Thätigkeit führte er an allen Orten und Enden Verbeſſerungen ein, und kaum zehn Jahre dauerte es, ſo war ſeine Pflanzung eine von den berühmteſten und einträglichſten auf der ganzen Inſel. Mr. Harper galt für einen reichen Mann, und nicht allein das, ſondern er galt auch für einen glück⸗ lichen Mann, und zwar mit vollem Rechte. Er war gllücklich verheirathet, und ſein kleiner Sohn Willy, der zur Zeit, wo unſere Geſchichte beginnt, eben ſein fünf⸗ tes Jahr zurückgelegt hatte, machte ihn zum glücklichſten Vater. Er und ſeine Gattin liebten ihren Willy über Alles; der hübſche, muntere Knabe war die Wonne ihres Herzens, der Stein ihres Lebens, der Augapfel ihrer Seele, und wurde von ihnen auf den Händen getragen. Gott hatte den Eltern nur dieſes eine Kind geſchenkt, und da war es denn ganz natürlich, daß ſie iim alle die Liebe und Zärtlichkeit weiheten, deren das menſchliche Herz faͤhig iſt. In ſo glücklichen Verhältniſſen wuchs der kleine Willy fröhlich auf. Wenn er ſich nicht in der Nähe efand, ſo wurde er in die Obhut ſeiner heren Amme gegeben, einer Negerin, die ihn indeß