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hoch aufgerichtet, langſam, mit ruhigem ſtolzen Blicke, und freier Stirne in den Saal. Bei ſeinem Erſcheinen ertönte ein allgemeiner Aufſchrei der Entrüſtung, des Haſſes, der Wuth.
„Ha, der Verräther!« rief der Haushofmeiſter. „Er wagt es, hierher zurückzukehren! Er glaubt viel⸗ leicht, gar wieder den Herrn hier ſpielen zu können! Aber er hat ſich nur mit offenen Augen dem Verderben überliefert. Ergreift ihn, und laßt uns Gericht über
ihn halten.“ Allgemeiner Beifallsruf folgte dieſen Worten, und Mehrere machten Miene, ſich auf Jaques zu ſtürzen und ſich ſeiner Perſon zu bemächtigen. Aber Jaques trat ihnen ſo furchtlos entgegen, und gebot mit ſo ruhiger Würde Stille, daß plötzlich ein tiefes Schweigen dem lauten Tumulte folgte.
„Ihr wollt Gericht uͤber mich halten,“ ſagte er dann mit ernſter Stimme,—„nun, wohlan, hier ſtehe ich, und erwarte die Anklage. Wenigſtens wird man mir, wie ſelbſt dem gemeinſten Verbrecher, die Gunſt geſtatten, mich vertheidigen zu duͤrfen. Alſo, weſſen Vergehens beſchuldigt man mich?“
„Du haſt unſern Herrn verrathen und auf die Guillotine gebracht!“ ſchrie ihm der Haushofmeiſter entgegen.
„Das iſt nicht wahr,“ verſetzte Jaques,„ich bin ihm treu geweſen bis zu ſeinem letzten Augenblicke. Ich werde es beweiſen!«
„Du lügſt!« rief der Haushofmeiſter.„Du haſt unſern Herrn nicht nur getödtet, ſondern auch beſtohlen, um ſeine Güter anzukaufen. Läugne es, wenn du es
wagſt!« 7*


