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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ruhig, was du erfahren haſt, ſonſt werden wir dir kein Wort glauben!

»So hört denn, verſetzte Marcel und ſuchte ſich zu beherrſchen.Ich war geſtern in der nächſten Stadt drüben, um eine Gelegenheit zur Flucht für Euch zu ſuchen, als ich plötzlich vor dem Rathhauſe eine unge⸗ wöhnliche Bewegung bemerkte. Das Volk ſtrömte auf dem Markte zuſammen, und auf dem Balkon des Rath⸗ hauſes ſah ich den Maire mit einigen Begleitern. Ich eilte ebenfalls hinzu, und hörte, daß der Maire der dicht gedrängten Menge die Nachrichten mittheilte, daß der Tyrann Robespierre guillotinirt worden ſei, daß man den Jakobiner⸗Club aufgehoben und zerſprengt, und daß man eine neue, aus gemäßigten und gerechten Männern zuſammengeſetzte Regierung gebildet habe. Allgemeiner Jubel folgte dieſen Eröffnungen. Man umarmte ſich, man beglückwünſchte einander, und die ſüßeſten Thränen floſſen. Ich ſelbſt wußte mich vor Entzücken kaum zu faſſen, und mein erſter Gedanke flog zu Euch. Ich wollte auf der Stelle die Stadt verlaſſen, um zu Euch zu eilen, aber noch hielt mich ein gewiſſes Mißtrauen zurück, und ich beſchloß, erſt eine Beſtätigung der frohen Kunde abzuwarten. Wäh⸗ rend der Nacht trafen neue Nachrichten ein. Alles war richtig, man konnte nicht länger zweifeln. Die Tyrannen waren todt oder auf der Flucht, die Schreckens⸗ regierung war geſtürzt, und eine allgemeine Amneſtie war verkündet worden. Nun machte ich mich auf zu Euch, und hier bin ich. Ihr habt nichts mehr zu fürchten, und im Triumphe wird unſer junger Herr in ſein Schloß zurückkehren. 4

»Ich danke dir, mein Gott! ſagte Jaques in tief⸗

Wie der Herr ꝛc.