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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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»Gern, erwiederte dieſer.Es wird mich freuen, wenn du mir manchmal in meiner Einſamkeit Geſell⸗ ſchaft leiſteſt. Du haſt nichts dagegen, Jaques, daß er kommt? 1

Nein, vorausgeſetzt, daß es mit der äußerſten Vorſicht geſchieht, gab Jaques zur Antwort.

O, verlaßt Euch auf mich, Jaques, ſagte Marcel hoch erfreut.Ich werde vorſichtig und ſchlau ſein, wie der Fuchs, wenn er um den Hühnerſtall ſchleicht.

»Gut! auf Wiederſehen alſo, lieber Arthur! ſagte Jaques, und verließ mit Marcel die unterirdiſche Wohnung.

Im Walde trennten ſich die Beiden. Jaques ſchlug den Weg nach dem Schloſſe ein, Marcel ſchlich auf Umwegen nach ſeiner kleinen Wohnung im Dorfe

zurück..

Der Winter verging, der Sommer kam, und

immer noch dauerte die Schreckensregierung ohne Wechſel

und Unterbrechung fort. Jaques und Marcel bewahr⸗ ten ſorgfältig ihr Geheimniß, und Niemand hatte auch

nur eine Ahnung, daß ſie, anſtatt Feinde, die treueſten Verbündeten waren. Sie thaten auch ſehr wohl daran, auf der Hut zu ſein, denn wenn Jaques von der einen Seite, den Revolutionären, immer mit einigem Miß⸗ trauen beobachtet wurde, ſo minderte ſich auf der an⸗ dern Seite der Haß nicht, den die Pächter von Vig⸗ nerolles und die entlaſſene Dienerſchaft gegen ihn hegten. Dieſer Haß ſtieg vielmehr höher und höher, und äaußerte ſich bei jeder Gelegenheit. Der frühere Haushofmeiſter des Baron Vignerolles ſprach es ſogar

öffentlich aus, daß er nicht ruhen und raſten werde, 4 ehe er nicht Jaques, den Verräther und Mörder, in's