2—
,—
87
fertigen zu dürfen,“ verſetzte Jaques einfach.„»Aber
nur Geduld! Die Schreckens⸗Regierung kann unmöglich noch lange währen, ſie muß endlich in dem Blutmeere erſticken, das ſie täglich vergießt. Dann, wenn die Böſewichter geſtürzt ſind, dann wollen wir ſprechen! Bis dahin aber— Vorſicht und Schweigen.“
„Ja, Vorſicht und Schweigen, ich ſchwöre es,« ſagte Marcel, und hob feierlich die Hand zum Schwure auf.„Aber nichts ſoll mich abhalten, Jaques, von jetzt an uͤber Euch zu wachen, wie ich bisher Euch verfolgt habe. O, es iſt nicht überflüſſig! Ihr habt viele Feinde, und ſie ſind wohl fähig, Euch das Aergſte anzuthun!“
„Ich weiß das wohl, Marcel,“ verſetzte Jaques ruhig,—„und daß ich es weiß, beſtimmte mich eben, dich in unſer Geheimniß einzuweihen. Wenn mir etwas Böſes widerfahren ſollte, wenn mich eine Kugel aus dem Hinterhalte träfe, oder das Meſſer eines Mörders mich durchbohrte,— ſo biſt du da. Ich kann dann ohne Sorge ſterben, denn du wirſt meine Stelle bei Arthur einnehmen, und für ihn ſorgen, über ihn wachen, wie ich es gethan habe. Dein Herz iſt treu, ich weiß es, und ich vertraue dir.“
„Dank, dank für dieſe Worte, Jaques,“ ſagte Marcel mit Thränen in den Augen. Ihr ſollt Euch nicht in mir getäuſcht haben!“.
„Gut, ſo bin ich ruhig,“ verſetzte Jaques einfach. „Nun aber müſſen wir wieder gehen, denn ich muß vor Tagesanbruch im Schloſſe ſein.“
»„Aber ich darf wiederkommen, ich darf meinen
jungen Herrn zuweilen beſuchen?« ſagte Marcel.»Nicht
wahr, Sie erlauben es, Herr Arthur?« —


