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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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hörte ihn ſprachlos an. Er rang die Hände, und große Thränen entſtürzten ſeinen Augen.

O, ich Unmenſch!« rief er endlich ſeufzend aus. Und ich konnte einen ſo ſchändlichen Verdacht hegen! Ich konnte das Mordgewehr auf dieſes treue, edle Herz abfeuern! O, Jaques, nimmer, nimmer kann ich dafür Verzeihung erlangen!

Es iſt dir verziehen, Alles! erwiederte Jaques in gütigem Tone.Und nun, habe ich zu viel be⸗ hauptet, als ich ſagte, du würdeſt in wenigen Minuten alle Feindſchaft vergeſſen haben, und mein Freund ſein?«

Oh, mehr als das, Jaques! verſetzte Marcel feurig.Befehlt, und ich laſſe mich in Stücke reißen für Euch! Aber Alle ſollen es nun auch wiſſen, wie ſehr man Euch verkannt hat! Allen will ich Eure Un⸗ ſchuld verkündigen, und Alle ſollen Euch auf den Knieen Abbitte leiſten, wie ich!

Ruhig, mein Sohn, ruhig!« ſagte Jaques.Noch iſt die Gefahr nicht vorüber, noch iſt ſie eben ſo groß, als ſie je geweſen, und darum müſſen wir alſo auch noch immer das tiefſte Geheimniß bewahren. Wache über dich, daß kein Blick, keine Miene verräth, was du in dieſer Nacht erfahren haſt. Schwöre es mir, Marcel, oder ich müßte bitterlich bereuen, daß ich dich in unſer Vertrauen gezogen habe.

Es iſt wahr, ich muß ſchweigen, erwiederte Marcel nach kurzem Nachdenken.»Aber es wird mir ſchwer werden, wenn ich wie bisher Euch ſchmähen und ver⸗ läumden höͤren muß.

Es iſt mir auch nicht leicht geworden, Eure Ver⸗ achtung, Euern Haß zu ertragen, ohne mich recht⸗

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