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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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85 ſich erblickte, wankte zurück, und ſtarrte ihn an, wie eine Geiſter⸗Erſcheinung. Dann ſchrie er laut auf und warf ſich zu ſeinen Füßen nieder.

»Arthur! Mein junger Herr! rief er aus.Sie leben! Sie ſind hier! Und wir Alle glaubten, Jaques habe Sie an das Revolutions⸗Tribunal verkauft! O, mein Gott, welches Verbrechen hätte ich beinahe be⸗ gangen!«

»Biſt du nun zufrieden, Marcel?« fragte Jaques. Hältſt du mich noch für einen Verräther, einen Moͤrder?«

Wie? Auch du, Marcel?« rief Arthur aus. Auch du konnteſt an der Treue dieſes meines beſten Freundes

zweifeln?«

Der Schein ſprach ſo ſehr gegen ihn,« ſtammelte Marcel beſchämt.Verzeiht mir, Jaques! Auf meinen Knieen flehe ich Euch an, verzeihet mir! Was ich that, ich that es ja nur aus Liebe zu meinem jungen, gnädigen Herrn!«

»Steh' auf, Marcel,« erwiederte Jaques ſanft. »Ich verzeihe nicht nur dir, ich verzeihe Euch Allen, die Ihr mich gekränkt, verfolgt, geſchmähet und ver⸗ läumdet habt. Ich kenne dich wohl, du biſt ein braves Herz, und eben deßhalb habe ich dich in unſer Ver⸗ trauen gezogen. Wenige Worte werden dir erklären, warum Alles, was ich that, im Verborgenen bleiben mußte und noch bleiben muß. Höre mich an...

Er ſetzte ihm auseinander, welche Gründe ihn be⸗ wogen hatten, Arthur in der Ruine zu verbergen, warum er die Beſitzungen Vignerolles angekauft, und woher er das Geld dazu genommen hatte. Marcel

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