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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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zu ihnen, und die klugen Thiere unterdrückten ihr Ge⸗ bell, das leicht einen Verräther wecken konnte.

Im Freien angelangt, ließ Jaques vorſichtig ſeine Blicke umherſchweifen, ehe er aus dem Schatten der Mauer trat, deren Pforte er hinter ſich verſchloſſen hatte. Eine leichte Schneedecke lag über der Erde. Nichts Verdächtiges zeigte ſich Jaques ſpähenden Blicken.

Vorwärts denn! ſagte er zu ſich ſelbſt.Der arme Kleine hat ohnedies heute ſchon lange warten müſſen. Beeilen wir uns.

Mit großen Schritten eilte er dem nahen, ſchützen⸗ den Walde zu. Der Schnee knirſchte unter ſeinen Fihen. Türk und Hector folgten ihm dicht auf den

erſen.

Als er etwa hundert Schritte zurückgelegt hatte, er⸗ hob ſich eine menſchliche Geſtalt, welche bis dahin in einiger Entfernung von der Pforte hinter einem gro⸗ ßen Steine verborgen geweſen war, von der Erde, und ſchaute hinter Jaques drein.

»Ah, Verräther, endlich habe ich dich,« murmelte ſie.Jetzt ſollſt du mir nicht entrinnen!

Sie ſchlich vorſichtig hinter Jaques her. Als ſie in das helle Mondlicht trat, hätte Jaques, wenn er ſich umgedreht hätte, in ſeinem Verfolger den jungen Macel erkennen können. Aber Jaques drehte ſich nicht um, ſondern ſchritt graden Weges dem Walde zu. Marcel immer ihm nach.

Im Walde angekommen, ging Jaques etwas lang⸗ ſamer. Hier glaubte er ſich geborgen vor jedem Späher⸗ auge, denn er kannte den Aberglauben der Landbewoh⸗ ner und wußte, daß ſich ſelten ein menſchlicher Fuß hierher verirrte, vollends nicht während der Nacht.

Wie der Herr ꝛe. 6