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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wieder ein anderes Unterkommen oder eine Verſorgung zu finden. Nur Marcel, der Kammerdiener des jungen Baron Arthur und demſelben mit beſonderer Anhäng⸗ lichkeit zugethan, war noch ein junger kräftiger Menſch von kaum zwanzig Jahren, und konnte deßhalb ruhiger der Zukunft entgegen ſehen.

In der großen Halle des Schloſſes ſollte die Ver⸗ ſteigerung vor ſich gehen. Als die dazu beſtimmte Stunde kam, verſammelten ſich alle Diener und traten in die Halle ein. Dort hatte ſich bereits eine Anzahl von Kaufluſtigen verſammelt, und mit Erſtaunen be⸗ merkten die beſcheiden auf der Seite ſtehenden Diener ihren Kameraden Jaques mitten unter denſelben.

Was hat er dort zu thun?« fragten ſie ſich unter einander.

Wahrſcheinlich ſoll er nur Auskunft uͤber den jährlichen Ertrag der Güter ertheilen,« meinte der alte Haushofmeiſter.Wir werden ja ſehen.

Die Verſteigerung ſollte beginnen, und der Ham⸗ mer des Commiſſärs gebot Ruhe. Mit kurzen Wor⸗ ten theilte er die Bedingungen mit, unter welchen die Auktion ſtattfinden ſollte, und hob dabei ganz beſon⸗ ders hervor, daß der Kaufpreis ſofort in baarem Gelde ohne allen Abzug erlegt werden müſſe. Dieſe Bedingung ſchien Mehreren unangenehm überraſchend zu ſein, denn ſie machten lange Geſichter, und zogen ſich mehr in den Hintergrund zurück. Jaques dagegen blieb ruhig und unbeweglich ſtehen, und verzog keine Miene ſeines ernſten Geſichtes.

Die Verſteigerung begann, und die Gebote wurden abgegeben. Sie waren im Verhältniß zum wahren Werthe der Güter äußerſt gering, und doch ſtockten ſie