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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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vom Wagen herunter, und wartete ungeduldig, daß Baron Vignerolles folgen ſollte. Es war keine Zeit zu verlieren. Der Kampf war jetzt augenſcheinlich zu Gunſten der Soldaten beendigt, und die eingeſchüchterte Menge drängte ſich auf allen Seiten zurück.

Schnell, ſchnell, Herr Baron!« rief Jaques in Todesangſt.Eilen Sie, oder Alles iſt verloren!

In dieſem Augenblicke richtete ſich der Baron auf, um ſich aus dem Wagen zu ſtürzen, aber leider wurde ſeine Bewegung auch ſchon in demſelben Momente be⸗ merkt, und einige Soldaten ſprengten in wüthender Eile herbei.

»Zu ſpät, mein treuer Jaques! rief der Baron traurig aus, indem er mit einem Blicke auf die Sol⸗ daten deutete.Die Henker kommen. Lebe wohl, und gedenke deines Verſprechens!« 4

Todtenbleich wankte Jaques zuruͤck. Der günſtige Moment war durch die allzu ſchnelle Beendigung des Kampfes verloren gegangen, und Jaques konnte noch von Glück ſagen, daß man ſein Erklettern des Wagens nicht bemerkt hatte. Die Soldaten zwangen den Ba⸗ ron, ſich wieder niederzuſetzen, und nun umringten ſie die Wagen von allen Seiten, ſo daß Niemand aus dem Volke ſich ihnen nähern konnte, ohne Gefahr zu laufen, niedergehauen zu werden. Jaques machte nicht einmal mehr den Verſuch dazu. Er ſah die Unmög⸗ lichkeit des Erfolges, und außerdem erinnerte er ſich, daß er noch die theuerſten Intereſſen ſeines Herrn zu vertreten habe. Sein Herz blutete und ſeine Seele war von Zorn und Verzweiflung erfüllt, aber er mußte ſich in die Fuügung des Himmels ergeben und über ſich

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