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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſelbſt wachen, damit er ein anderes theures Haupt be⸗ wachen konnte.

Gleichwohl vermochte er es nicht über ſich, die ge⸗ fährliche Nähe der Soldaten zu meiden. Das Hinder⸗ niß, welches den Trauerzug aufgehalten hatte, wurde beſeitigt, und die Wagen konnten weiter fahren. Ja⸗ ques folgte ihnen bis an den Fuß des Schaffotes, und ſtand hier unbeweglich, die Augen ſtarr auf die blu⸗ tige Mord⸗Maſchine gerichtet. Ein Haupt nach dem andern fiel, ſeine Wimper zuckte nicht. Da wurde ſein Gebieter vorgeführt, und mußte ſein edles Haupt unter das Beil beugen. Aber bevor es geſchah, rich⸗ tete er ſich noch einmal hoch auf, und durchſpähete mit ſuchendem Auge die Zuſchauer⸗Menge. Sein Blick traf auf Jaques.

Lebe wohl, rief er laut, unbekümmert um den Henker, der neben ihm ſtand.Gedenke deines Ver⸗ ſprechens! Treue bis in den Tod! Gott erbarme ſich meiner Seele!

Ich ſchwöre! rief Jaques, auf die Gefahr hin, ergriffen zu werden. Treu, wie der Herr, wird auch der Diener ſein!

Ein letztes, ſanftes Lächeln ſeines Gebieters lohnte ihm den muthigen, tröſtenden Zuruf. Dann beugte Baron Vignerolles ſeinen Nacken, das Beil fiel, und ein edles Haupt rollte zu den anderen in den Blutkorb, welcher die Köpfe der Gulllotinirten auf⸗ nahm.

Als die Schergen kamen, um den Menſchen zu er⸗ greifen, welcher das todeswürdige Verbrechen begangen hatte, mit einem Verurtheilten Worte zu wechſeln, war derſelbe verſchwunden. Jaques hatte, ſobald er das