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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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konnte, dennoch klammerte er ſich mit verzweifelter Hef⸗ tigkeit an der Hoffnung feſt.

Es kann ein Wunder geſchehen, ſagte er zu ſich ſelbſt.Gott kann einen rächenden Blitz ſenden, der die Augen der Wächter blendet! Ich werde nicht weichen, bis nicht das Schrecklichſte geſchehen iſt. So lange nicht das theure Haupt meines Herrn gefallen iſt, ſo lange will ich nicht an ſeiner Rettung ver⸗ zweifeln.

Eine Stunde nachher öffnete ſich das düſtere Thor der Conciergerie wieder, und die drei Wagen, mit Ver⸗ urtheilten beladen, langten langſam daraus hervor. Jaques ſuchte den Baron Vignerolles zu kſpähen, und entdeckte ihn auf dem letzten Wagen. Auch Jaques wurde geſehen, und der Baron warf ihm einen aus⸗ drucksvollen, zugleich traurigen und bittenden Blick zu. Jaques legte die Hand auf ſein Herz, und ging, wie vorhin, dicht neben dem Wagen her, indem er den Ge⸗ fangenen feſt im Auge behielt, und zugleich bereit und entſchloſſen war, jede ſich darbietende Gelegenheit zu ſeiner Befreiung zu benutzen.

Das traurige Schauſpiel einer Maſſen⸗Hinrichtung lockte ſtets Tauſende von neugierigen Zuſchauern an, und jetzt wimmelten die Straßen, durch welche der Zug paſſiren mußte, von Menſchen, welche in dich⸗ ten Haufen die Wagen umringten. In Folge des Ge⸗ dränges konnten dieſelben nur langſam vorwärts kom⸗ men, und die Pferde mußten Schritt für Schritt gehen. Vor und hinter den Wagen mit den Verurtheilten rit⸗ ten kleine Kavallerie⸗Abtheilungen mit gezogenen Sä⸗ beln, um die Menge möglichſt abzuwehren. Aber die Haufen ſtanden zu dicht. Die Soldaten mußten ſich