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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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ſeinem Gefängniſſe zu entführen. Wagſt du dein Ver⸗ brechen zu läugnen?«

Ich läugne, verſetzte der Baron mit feſter Stimme, daß dieſer Verſuch ein Verbrechen iſt, und beklage im tiefſten Herzen, daß er mißlang.

Genug, du haſt geſnen,⸗ unterbrach ihn der Richter barſch.Welche Mitſchuldigen hatteſt du?«

»Niemanden, entgegnete der Baron laut.Und wenn ich deren hätte, würde ich mich eher von Pfer⸗ den zerreißen laſſen, als ſie nennen.

»Bedenke wohl, was du thuſt, ſagte der Richter mit drohendem Blicke.Wir wiſſen, du haſt einen Sohn und biſt begütert. Wenn du deine Mitſchuldi⸗ gen nicht nennſt, ſo fällt das Haupt deines Sohnes auf dem Schaffot, und deine Güter werden eingezogen und zum Beſten des Staates verkauft.

Ich kann Niemand nennen, verſetzte der Baron wie vorhin.Wollt Ihr ein unſchuldiges Kind er⸗ morden, ſo thut es. Gott wird Euch dafür ſtrafen!«

Du willſt alſo nichts geſtehen?

Ich habe nichts zu geſtehen.&

ohlan, ſo trage die Folgen deiner Hartnäckig⸗ keit ch der Richter.Dein Haupt, und das Hau ines Sohnes werden auf der Gulllotine fal⸗ len, deine Güter werden konfiscirt werden. Bereite dich zum Tode. In einer Stunde wirſt du zum Richt⸗ platze abgeführt.«

Mit unerſchütterlicher Ruhe vernahm Baron Vig⸗ nerolles das Urtheil, und keine Muskel ſeines ernſten

Geſichtes zuckte, als der Blutrichter es ihm verkündigte. Ich bin bereit!« erwiederte er einfach und mit feſter Stimme.