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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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man wird dir nichts Böſes thun, aber du mußt dich auskleiden und in dieſes Bett legen.

Der kleine Knabe ſträubte ſich ein wenig, aber Vignerolles drückte ihm einen blanken Thaler in die Hand, und nun ließ er es ruhig geſchehen, daß der Baron ihn entkleidete und in das Bett legte, welches der Prinz mittlerweile verlaſſen hatte.

Hurtig mein Prinz, ziehen Sie dieſe Kleider an, ſagte Vignerolles jetzt, indem er ſich von dem kleinen Jerome zu dem Gefangenen wendete.

Der Prinz beeilte ſich, ſo viel er konnte, und der Baron war ihm beim Ankleiden behülflich.

Gott iſt mit uns, ſagte Vignerolles bebend vor Freude.Er hat mir dieſen Knaben zugeſchickt, damit unſer Plan gelinge. Hören Sie mich an, mein Prinz, und thun Sie genau, was ich Ihnen anempfehle. Um aus dem Tempel zu kommen, müſſen wir durch einen Saal, der von Ihren Wächtern angefüllt iſt. Aber fürchten Sie nichts. Die Leute ſind Alle betrunken, und werden Sie, geſetzt auch den Fall, Sie würden bemerkt und beachtet, für dieſen Knaben halten, den Sohn des Sergeanten Morel, welcher durch den glück⸗ lichſten Zufall von der Welt, nein, durch die himm⸗ liſche Fuͤgung Gottes heute Abend in den Tempel ge⸗ kommen iſt. Gehen Sie an meiner Seite dreiſt durch den Saal, ich werde Sie ſo führen, daß der Schatten

meines Körpers ſie deckt. Wenn man Sie ruft, ſo⸗

antworten Sie nichts, ich werde ſchon ſprechen, wenn es nöthig iſt. Und nun ohne Furcht vorwärts! Gott wird uns beſchützen, und die Augen Ihrer Wächter mit Blindheit ſchlagen!

Der Prinz war jetzt fertig angekleidet, und Baron