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meinen kleinen Jerome doch nicht auf die Straße werfen!“ 8
»Nein, Sergeant, aber ich wüßte einen anderen Vorſchlag,“ ſagte der Baron leiſe.»Wenn Ihr erlaubt, führe ich Jerome zum kleinen Capet. Die beiden Kinder können ein bischen mit einander plaudern und ſpielen, und wenn die Mutter kommt, übergebe ich Jerome ihrer Obhut.“«
»Das iſt ein guter Einfall,“ erwiederte Morel und nickte.„Ja, nehmt den Jungen mit Euch, er ſtört uns hier nur, und iſt uns im Wege. Geh' mit dem Bürger da, Jerome. Er wird dich zu einem Kamera⸗ den bringen.“
Das Kind folgte gern und willig, denn es fürchtete ſich vor dem Geſchrei und dem Spektakel, den die trunkene Geſellſchaft machte. Baron Vignerolles warf einen flüchtigen Blick auf Simon. Der ganz betrunkene Schuſter lag mit dem Kopfe auf dem Tiſche und ſchlief. Vignerolles zog leiſe den Schlüſſel zu der Thür des Prinzen aus ſeiner Taſche, ergriff ein Licht, und entfernte ſich mit dem kleinen Jerome aus dem Saale, ohne daß irgend ein Menſch darauf achtete. Zitternd vor Freude eilte er die Treppe hinauf und zu dem Gefangenen..
„Geſchwind, mein Prinz, der Augenblick iſt ge⸗ kommen!“ ſagte er.„Sind Sie bereit, mit mir zu fliehen?«
»Fliehen? Aus dem Tempel?« antwortete der arme Knabe ganz bleich vor freudigem Schrecken.
»Ja, fliehen, und zwar auf der Stelle,« erwiederte der Baron.„Nur ein wenig Muth, und es muß ge⸗
lingen. Du, mein kleiner Jerome, fürchte dich nicht, Wie der Herr ꝛc. 4 3


