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gerechnet, und ſein Herz pochte vor Freuden, als ſich das häßliche Weib entfernte, um erſt am ſpäten Abend zurückzukehren, wie ſie ihrem Manne ſagte.
„Geh' nur,“ antwortete dieſer ganz zufrieden.„Ich werde ſchon einmal ohne dich fertig werden.“
Ungeduldig erwartete Baron Vignerolles den Nach⸗ mittag. D tunden ſchlichen ihm ſchneckengleich da⸗ hin. Er hatte ſeinen Plan entworfen. Wenn die Beiſitzer des Trinkgelages von Wein und Luſtigkeit berauſcht waren, wollte er in aller Stille davonſchleichen, ſich in die Kammer zum Prinzen zu begeben, und dieſen dazu bewegen, in einen großen Waſchkorb zu kriechen, in welchem gewöhnlich die Wäſche Simon's fortgetragen und gebracht wurde. Dies konnte keinen beſonderen Verdacht erregen, und er gab ſich der Hoff⸗ nung hin, den Gefangenen trotz aller Wachen und Aufpaſſer aus dem Tempel zu ſchaffen.
Es koſtete ihn keine geringe Anſtrengung, ſeine tiefe Gemüthsbewegung den Augen Simons zu ver⸗ bergen. Zum Glück erwartete dieſer ſelber mit Unge⸗ duld den Anfang des Gelages, und als die alte Wand⸗ uhr in ſeinem Zimmer endlich die vierte Stunde ver⸗ kündigte, ließ es ihm keine Ruhe mehr.
„»Komm,“ ſagte er zu Baron Vignerolles.„Die Kameraden werden nun wohl bereits verſammelt ſein, und ſie möchten verdrießlich werden, wenn wir ſie lange warten ließen.
„Ich bin bereit,« erwiederte der Baron.„»Laßt uns gehen.“
„Ja, aber erſt wollen wir den kleinen Capet in ſeine Kammer einſchließen, damit er uns keine Dumm⸗ heiten macht und wir ruhig über ihn ſein können,“


