*
ſpiele beizuwohnen. Baron Vignerolles hatte darauf
43
Gott, daß er Sie und jenes theure Haupt in Seinen gnädigen Schutz nimmt.“
»„Ich danke Ihnen, Herr Doktor! Aber bitte, jetzt gehen Sie. Man könnte uns überraſchen.“ 6
»Auf ein gluͤckliches Wiederſehen— in Freiheit!« erwiederte der Doktor und entfernte ſich
Zehn Minuten ſpäter kehrte Simon, keuchend unter der Laſt eines mit Weinflaſchen gefüllten Korbes, in den Kerker zuruͤck. Er war in der beſten Laune, und als Baron Vignerolles ihm erlaubte, eine Flaſche zu leeren, wurde er ſogar faſt liebenswürdig, und ſtreichelte dem armen kleinen Prinzen die blonden Locken. Dann gab er ſich dem Laſter des Trinkens hin, während Baron Vignerolles ſtill brütend auf dem Stuhle vor dem Bette des Knaben ſaß, und über die Mittel nach⸗ dachte, ihn zu befreien.
Drittes Kapitel. Das Trinkgelag im Tempel.
Am nächſten Morgen verkündigte das Geläute aller Glocken in Paris, daß man ein allgemeines Feſt zu feiern im Begriffe ſei. Alle Welt ſtrömte nach dem Marsfeld, wo gewöhnlich dieſe Nationalfeſte abgehalten wurden, und auch die Frau des Schuſters Simon konnte dem Verlangen nicht wiederſtehen, dem Schau⸗


