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Thron ſeiner Väter beſteigen ſollte! Welche Luft hier! Sie beklemmet die Bruſt!«
Er ging an daäs Fenſter und öffnete es. Die Spinnweben, mit welchen er es überzogen fand, be⸗ wieſen, daß es lange Zeit verſchloſſen geweſen ſein mußte. Hierauf trat er an das ärmliche Bett, das aus nichts weiter beſtand, als aus einer Stroh⸗Matratze, einem Kopfkiſſen und einer leichten, dunnen Baumwollen⸗ Decke, unter welcher das Kind vor Froſt ſchauderte.
„Friert dich, armer Knabe?“« fragte der Baron ſanft.
Keine Antwort.
„Er ſchläft vielleicht, ich will ihn nicht ſtoͤren,« murmelte er, und kehrte in das Zimmer Simon's zurück.
„Der kleine Capet ſcheint ernſtlich krank zu ſein,“ ſagte er zu dem Schuſter.„Er muß eine warme Decke bekommen.“
„Suche dir eine,“ entgegnete der Schuſter mit einem häßlichen Lachen.„Du wirſt ſchwerlich eine finden. Ueberdieß, ehe er eine Decke bekommen darf, muß die Erlaubniß dazu vom Convente eingeholt wer⸗ den. Aus eigener Machtvollkommenheit kann ich nichts thun, ſondern ich gehorche nur den Befehlen, die man mir zuſchickt.«
Baron Vignerolles ſeufzte. Er ſah wohl, daß jeder Verſuch, dieſes ſteinerne Herz zu rühren, vergeblich ſein würde. Auch in den harten Zügen der Frau las er nichts, auch nicht die leiſeſte Spur, von weiblichem Mitleid. 3
„Ich werde mit dem Doktor ſprechen,“ ſagte er. „Einſtweilen muß man anders zu helfen ſuchen.«


