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bin entſchloſſen, in die Höhle des Löwen zu gehen, auf die Gefahr hin, daß ich erwürgt werde.“
»„Aber die Entführung des Prinzen iſt nicht nur gefahrvoll, ſondern auch ſchwierig, wenn nicht ganz und gar unmöglich,“ wendete der Arzt ein.
„Kühnheit und entſchloſſene Todes⸗Verachtung laſſen zuweilen das ſcheinbar Unmögliche erringen,“ verſetzte der Baron.„»Nach dem, was Sie mir mitgetheilt haben, bezweifle ich nicht, daß Sie auch einen Plan verfolgen, indem Sie dem Prinzen einen Krankenwärter ſchicken wollen.«
„Ja, ich läugne das nicht,“ erwiederte der Arzt. „Ich verfolge dabei einen doppelten Zweck. Einmal wünſche ich eine fortwährende Verbindung mit dem Inneren des Tempels zu erlangen, und dann bedarf der arme kleine Dauphin eines Beſchützers. Dieſer Schurke Simon behandelt ihn auf das Grauſamſte und Unwürdigſte, und ſeine Frau, ein abſcheuliches Weib, unterſtützt ihn bei ſeinen Schändlichkeiten. Da haben Sie die Gründe, warum ich dem Dauphin einen Kranken⸗ wärter ſchicken will. Er ſoll mein Kundſchafter, und zugleich des Prinzen Huter ſein.“
„Wohlan, ich werde nicht nur dieſes, ſondern auch ſein Befreier ſein,« ſagte Baron Vignerolles nach⸗ drücklich.„Sie bedürfen eines Mannes, in deſſen Treue Sie vollkommenes und unbeſchränktes Vertrauen ſetzen können. Hegen Sie Mißtrauen gegen mich?“
„Mein Himmel, nein! Nur Beſorgniß für Sie.«
„Entſchlagen Sie ſich derſelben! Wir ſind Ver⸗ bündete, wir verfolgen den gleichen Zweck, und Sie glauben mir wohl, daß ich Sie nie verrathen werde.


