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Herr, und noch etwas Schlimmeres,— Sie ſind Edel⸗ mann! Läugnen Sie es nicht!«
»Nein, ich läugne dies nicht, einem Ehrenmann gegenüber,“ antwortete der Baron ohne alles Bedenken mit einer ihm angeborenen natürlichen Würde.
»Woher kennen Sie mich aber, mein Herr? Und was wollen Sie von mir?“ fragte der Doktor.
„Ich wiederhole Ihnen,“ verſetzte der Baron,„daß ich Sie anflehe, mir die Stelle eines Krankenwärters im Tempel zu geben. Ich weiß, es ſteht in Ihrer Macht, denn ich war, wie ſchon geſagt, unbeſcheiden genug, einen Theil ihres Geſpräches mit Simon anzu⸗ hören.“
»Wiſſen Sie auch, was Sie von mir verlangen?« fragte der Doktor ernſt.„Ich wage ſehr viel, wahr⸗ ſcheinlich mein Leben, wenn man Sie dort als Royaliſt erkennt, wie ich Sie erkannt habe.«.
„Sie ſehen, auch ich wage mein Leben,“ erwiederte Baron Vignerolles einfach.
»Aber was wollen Sie im Tempel?« fragte der Arzt weiter.„Sie verfolgen irgend einen Plan, irgend eine Abſicht,— ich muß dieſe kennen lernen, bevor ich weiter mit Ihnen rede.“
„Ja, ich verfolge einen Zweck, und er iſt mir ſo heilig, daß ich mein Leben an den Erfolg ſetze,“ ant⸗ wortete der Baron.„Ich will den gefangenen Dau⸗ phin befreien, oder ſterben!«
»Etwas der Art dachte ich mir,“« ſagte der Arzt. »Aber ich bewundere Ihre Offenheit. Wiſſen Sie nicht, daß ich nur dieſe Klingel zu ziehen brauche, um Sie in das Verderben zu ſtürzen?«
„Sie werden das nicht thun, mein Herr,« erwiederte


