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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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keit hätte feſſeln können.

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Jaques band die Pferde an einen Baum, und ſchritt ſeinem Herrn voran. Bei einer Stelle, wo der Boden ſehr ſteinig war, ſo daß der Fuß keine Spur zurück⸗ ließ, bog er die Zweige eines Gebüſches aus einander, und es zeigte ſich ein ſchmaler Pfad, welcher den Durch⸗ gang durch das Dickicht geſtattete. Man ſchlug ihn ein, und nach fünf Minuten befand ſich Baron Vig⸗ nerolles mitten unter den Ruinen.

Verrathe noch nichts,« ſagte er zu Jaques.Ich will erſt mit eigenen Augen ſehen, ob ich den Zugang finde. Nachdem ich das Geheimniß kenne, wird das nicht ſchwierig ſein.«

Verſuchen es der gnädige Herr,« antwortete Ja⸗ ques, und wartete geduldig.

Baron Vignerolles durchforſchte die Ruinen auf das Genaueſte, aber nirgends fand er auch nur die geringſte Spur von etwas Ungewöhnlichem. Es war da nichts, als die Ueberreſte einiger Mauern und Hau⸗ fen von Trümmern, welche zum Theil mit kleinen Bäumen, mit Gras, mit Mooſen und Hauslaub be⸗ wachſen waren. Hie und da zeigte das alte Gemäuer Spalten und Riſſe, wie man ſie eben bei alten Ruinen findet, ſonſt nichts, was die beſondere Aufmerkſam⸗

Nach einer faſt halbſtündigen Unterſuchung näherte ſich der Baron ſeinem Diener wieder.

Ich finde nichts, Jaques, ſagte er,aber ich bezweifle nun auch die Wahrheit deiner ganzen ſo aben⸗ teuerlichen Geſchichte. Du wirſt geträumt haben, mein guter Jaques! Geſteh' es nur.

Sehen der gnädige Herr ſelbſt, erwiederte Jaques und trat ein paar Schritte ſeitwärts an eine Mauer,