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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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leuchteten Raume führte, der in der Vorzeit wahrſchein⸗ lich zu einer unterirdiſchen Kapelle gedient hatte. Das Licht fiel von oben durch Oeffnungen ein, welche man, wie eine ſpätere genaue Unterſuchung meinen Vater belehrte, von außen unmöglich bemerken konnte. Bei dem Scheine deſſelben gewahrte er den Fuchs, in eine Ecke gekauert, tödtete den Hühnerdieb, und ſchaute ſich dann neugierig in dem ſo ſeltſam entdeckten Raume um. Ein kleiner Altar mit einem halb verwitterten Mutter⸗Gottes⸗Bild, und einige Steinbänke, das war Alles, was er enthielt. Bei näherer Nachforſchung gewahrte aber mein Vater noch eine Thür, verſuchte gie zu öffnen, und fand ſie unverſchloſſen. Er ſtieß ſie auf, und trat in einen etwas kleineren Raum, der aber ziemlich behaglich eingerichtet war. Es befanden ſich darin gepolſterte Armſtühle mit hohen Lehnen, und mit vom Alter geſchwärzten Leder bezogen, ein eichener Tiſch von ſchwerfälliger Form, ein geſchnitzter Eichen⸗ ſchrank, und außerdem noch ein Ruhebett von über einander gelegten Thierfäten, das in einem Winkel ſtand. Der Schrank enthielt nur einige Bücher und alte, vergilbte Pergamente. Noch vergaß ich, daß ſich auch ein Kamin in dem Gemache befand, welches wäh⸗ rend der kalten Jahreszeit zur Erwärmung des Zim⸗ mers, ein ſolches konnte man es wohl nennen, gedient haben mochte. Die Vermuthung lag nahe, daß dieſe Räume vor alten Zeiten irgend einem Kloſter⸗ Bewohner eine ſtille Zuflucht gewährt haben mochten, wo er ungeſtöoͤrt hatte ſtudieren und arbeiten können. Bei der Einäſcherung des Kloſters waren ſie der Zer⸗ ſtörung durch irgend einen glücklichen Zufall entgangen, die Trümmer hatten den Zugang verſchüttet, und ſeit