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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Fuchs, welcher unerwartet aus dem Dickicht des Waldes trat, vorſichtig umherblickte und ſchnüffelte, und, als er nichts Verdächtiges bemerkte, mein Vater hatte ſich hinter einem dicken Baumſtamme verborgen, lang⸗ ſamen Schrittes auf die Ruine zuging. An einer ver⸗ fallenen Seitenmauer blieb er ſtehen, ſchaute noch ein⸗ mal ringsum, und ſchlüpfte dann in ein enges Loch unter einem Haufen zertruͤmmerten Geſteinss wo er verſchwand.

Ho, dachte mein Vater, ‚dein Balg iſt mir ge⸗ wiß, guter Reinecke. Du wirſt nicht länger unſeren Bauern die Hühner aus dem Stalle und vom Hofe ſtehlen!

Er verrammelte das Loch mit einem großen Steine, den er davor wälzte, und eilte nach Hauſe, um Hacke und Grabſcheit zu holen. Zu ſeinem Verdruſſe war gerade Niemand da, der ihm Beiſtand hätte leiſten können, was ihm aber nachher ſehr lieb war. Er mußte allein zu den Ruinen zurückkehren, und fing hier ſogleich ſeine Nachgrabungen an. Zu ſeinem Erſtaunen bemerkte er, als ein Theil des Schuttes auf die Seite geſchafft worden war, eine größere, viereckige, glatt be⸗ hauene Steinplatte, unter welcher ſich das Schlupfloch des Fuchſes befand. Mit einiger Anſtrengung hob er die Platte auf, und ſein Erſtaunen wuchs, als er unter derſelben nicht nur, wie er erwartet, das Fuchsloch, ſondern auch eine ſchmale, noch ganz wohl erhaltene Steintreppe fand, welche nach unten führte. Mein Vater beſann ſich natürlich keinen Augenblick, hinabzu⸗ ſteigen, und mit neuer Verwunderung bemerkte er, daß die Treppe nicht, wie er geglaubt hatte, in ein Keller⸗ Gewölbe, ſondern zu einem hell vom Tageslichte er⸗