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Sohn hüten, wie meinen Augapfel, und der Weg zu ſeinem Leben wird nur über meine Leiche gehen. Aber bedenken Sie wohl, gnädigſter Herr, daß es nicht in der Macht eines armen Dieners ſteht, Ihre Güter vor der Habgier zu ſchützen. Soll Herr Arthur in Armuth und Elend ſein Leben verbringen? Ich würde mit Freuden meinen letzten Biſſen Brod mit ihm theilen, aber iſt dies das Schickſal, welchem Sie Ihren einzigen Sohn überlaſſen könnten, Herr Baron?“
„Wir müſſen ihn vor dieſem Aeußerſten zu bewahren ſuchen,“ verſetzte Baron Vignerolles.„Du weißt, daß ich zu der Zeit, als die Revolution mehr und mehr überhand nahm, alle meine Staatspapiere und Renten⸗ briefe in baares Geld umſetzte. Dieſes Geld, eine
Summe von einer Viertelmillion, liegt ſeitdem unan⸗
getaſtet. Es wird dir nicht ſchwer fallen, außerhalb des Schloſſes ein Verſteck zu finden, wo du es ſicher vor allen Späheraugen bergen kannſt. Thue dies, und wenn dann meine Güter wirklich vom Staate einge⸗ zogen werden, ſo iſt wenigſtens für Arthurs Zukunft geſorgt. Du nimmſt die Summe, gehſt mit meinem Sohne nach England oder Deutſchland, oder du thuſt ſonſt, was dir je nach den Umſtänden paſſend erſcheint, und ich kann beruhigt mein Haupt unter die Guillotine
beugen. Du haſt mich verſtanden, mein treuer Jaques?«
„Ich habe verſtanden,“ verſetzte der Diener einfach. „Ihr Wille wird geſchehen, gnädigſter Herr. Ich kenne einen Ort, den Niemand ausfindig machen, wo kein menſchliches Auge Ihr Gold ausſpähen wird. Dort will ich es niederlegen.“
„Welches iſt dieſer Ort?“
„Euer Gnaden kennen ihn ſelber nicht. Es iſt ein


